Kultur

Eine Reise hinterlässt Spuren

Was auf einer Reise so alles passiert, erlebte man im Rahmen der Kinderkonzerte Boswil auf der wundersamen Reise «1 x Südpol und zurück».


home wiwawo landungEs war ein Genuss am vergangenen Sonntag in der Alten Kirche Boswil Platz zu nehmen. Da waren rund 40 Kinder begleitet von ihren Vätern, Mütter, Grossmütter und Grossväter, die eine stimmungsvolle Geschichte in Begleitung von hervorragenden Musiker*innen erleben konnten. Wohl waren zu Beginn die Augen der Kinder suchend, denn man hörte nur ein temperamentvolles Gespräch von der Empore her, war aber beruhigt, als sie endlich sichtbar wurden, die beiden geschäftigen Erfinder und Abenteurer Mara und Tim. Sie wollten die Welt entdecken, ein Abenteuer erleben und entdecken, was denn so in dieser Welt alles geschieht. Damit dies möglich wurde, bauten sie ihre Wasser-Wiese-Wolkenmaschine – die WaWiWo, mit der sie überall hin gelangen konnten. Nachdem sie ihr skurriles Flugzeug aus Kisten und Wannen gebaut hatten, ging es auf die Reise und was für eine. Über die Meere, die Wälder und unbekannte Landschaften und immer mit Zwischenlandungen.

Die Schauspielerin Judith Cuénod (Mara) und der Schauspieler Josef Mohamed (Tim) und die Musiker*innen Jonas Elmiger (Schlagzeug), Anna Freer (Violine), Ana Garcia (Kontrabass) und Elena López (Oboe) verstanden es hervorragend auf eine lebendige, aber intensive Art die Kleinen und Grossen mit auf die Reise zu nehmen. Es war aber für Mara und Tim nicht einfach eine Schönwetter-Reise, denn am Südpol trafen sie auf Pinguine, denen das immer wärmer werdende Klima zu schaffen machte. Mitten auf dem Meer auf der Rückreise fanden sie nicht Land, sondern eine Insel aus Plastikflaschen, welche Delphine und Co arg in Bedrängnis brachte und im Regenwald suchten sie die immer weniger werdenden Bäume. «Alle weg, genauso wie die Tiere», meinte das Faultier und führte an, dass es selbst aber zu müde für eine Flucht sei. Die beiden Entdecker gerieten ins Grübeln, kamen zum Grundsatz, dass man sich gegenseitig helfen müsse und kehrten nach Hause zurück mit dem Ziel, eine Eismaschine für die Pinguine und Eisbären zu erfinden, einen Kraken mit 100 Armen, der die Petflaschen aus dem Meer fischt und einen Zombie, der die Holzfäller aus dem Regenwald vertreiben sollte. Recycling, so waren sie nach dieser Reise überzeugt, bringt der ganzen Welt etwas.

Die vier Musiker*innen und das Schauspielerteam verstanden es ausgezeichnet mit ihrem Stück, hervorragend eingebettet in Wort und Musik, das Publikum auf ein aktuelles Thema aufmerksam zu machen ohne den belehrenden Mahnfinger zu erheben. Sie nahmen die Grossen und Kleinen vielmehr mit einer Leichtigkeit mit in den Alltag, den man geniessen soll, ohne die Probleme zu negieren – und das konnte man an diesem Sonntagvormittag vollumfänglich. Den Kindern erklärten sie zum Schluss: «Das Recyceln ist für die ganze Welt, das Zimmeraufräumen nur für die Eltern.»

Richard Wurz
20. September 2021
Bilder: Bettina Leemann

 

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