Kultur

Ein Zeitzeugnis wird sichtbarer

Vor zehn Jahren legte die Stiftung Geschichte Kloster Muri den Grundstein, damit im Jahr 2027 die tausendjährige Geschichte des Klosters Muri (noch) fassbarer wird.


home haegler buchDamit die Geschichte des Klosters Muri auch umfassend erforscht werden kann und in Publikationen nachvollziehbar sein wird, braucht es sehr viel Hintergrundarbeit von Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen. Den Anstoss, dass im Jahr 2027 die erforschte Geschichte des Klosters Muri auch vorliegen wird, gab vor fünfzehn Jahren Abt Benno Malfèr (†2017). Er liess damals nicht locker, so dass vor zehn Jahren die Stiftung Geschichte Kloster Muri gegründet wurde und seither unter der Geschäftsführung von Peter Hägler vieles in Bewegung gesetzt werden konnte. In Zusammenarbeit mit Fachleuten ist es dem engagierten Peter Hägler gelungen, in den zehn Jahren ein wichtiges Kernstück in der Geschichtsforschung des Kloster Muri zu erarbeiten. Auf die Frage woher dieses unermüdliche Engagement für die Geschichte des Klosters Muri komme, meinte Peter Hägler im Gespräch: «Das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Region hat mich immer interessiert und ich bin einfach neugierig und will möglichst viel darüber erfahren, aber auch weitergeben können.»

Murensia – kulturgeschichtliche Sammlung
Die Räumlichkeiten für die Sammlung Murensia befinden sich in den Gebäulichkeiten des Klosters Muri, in denen sich in den vergangenen Jahren ein wahrer Fundus an Schriften, Bücher und Publikationen aus dem kulturell-gesellschaftlichen Leben der Region angesammelt hat. Für die Fachleute ist es ein Archiv und Arbeitsort und für interessierte Leute eine Möglichkeit die Vergangenheit anders zu entdecken. «Wir bleiben in der Region und beachten das Kleine, das längst gross geworden ist – wie das Kloster Muri», erklärte Peter Hägler mit einem Lächeln. Und fügt an, dass es selbst für ihn immer wieder interessant sei, was er hier in dieser Welt von «Murensia» entdecken könne. Er weist aber auch darauf hin, dass die Sammlung Murensia nur ein Teilprojekt des Ganzen sei, denn inzwischen konnten die zentralen Archive in Sarnen und Gries/Bozen sowie im Staatsarchiv des Kantons Aargau erschlossen und zugänglich gemacht werden.

«Tiefenbohrungen»
Nachdem man die Archive gesichtet und die Bestände erschlossen habe, so Projektleiter Thomas Meier, haben die Autoren ihre Aufträge erhalten und die Publikationsreihe «Murensia» ist entstanden und das Wissen und Erforschte wird in Büchern umgesetzt. In der Reihe «Murensia» werden Schwerpunkte von einzelnen Themen aufgearbeitet, erklärte Peter Hägler. «Mit diesen Publikationen will man in der Tiefe bohren und weitere Einblicke in der Geschichte des Klosters möglich machen.» Er wies mit berechtigtem Stolz darauf hin, dass die Reihe bereits neun Bände umfasst. Darin gehen die Themen von «Der Aargauer Klosterstreit 1841 in bildlichen Darstellungen» (Autorin: Annina Sandmeier) über «Ein Benediktinermönch im Dienste seines Ordens» (Autorin: Martina Roder) bis zu «Die Reformation in den Freien Ämtern» (Autor: Dominik Sauerländer).

Das Kloster Muri sei nicht nur ein religiöser Mittelpunkt, sondern ein Ort der Kultur mit einer tausendjährigen Geschichte, so Peter Hägler, und diese Geschichte sei ständig präsent als wissens- und oft nur als glaubensbasierte Erklärung der Gegenwart. Es ist als Ganzes gesehen das Geschichtsbewusstsein in der Gesellschafts- und Geschichtskultur. «Daher wollen wir unsere Arbeit weiter führen und gehen gradlinig auf das Jahr 2027 zu.»

Richard Wurz
1. Juli 2021
Bilder: Richard Wurz

Weitere Informationen unter www.murikultur.ch

 

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