Kultur

Das musikalische Bild ist entstanden

Beeindruckendes Abschlusskonzert der Orchesterakademie für AmateurmusikerInnen unter der Leitung von Anne-Cécile Gross in der Alten Kirche Boswil.


home tab orchAkad2Zu Beginn vergangener Woche sind die 35 MusikerInnen in Boswil angereist, um mit Anne-Cécile Gross ein musikalisches Wagnis einzugehen, denn innerhalb sechs Tagen wollte man sich finden und als Orchester drei Werke aufführen. Und das Abschlusskonzert der ersten Orchesterakademie für AmateurmusikerInnen wurde zu einem Erfolg bis auf die leidige Tatsache, dass seitens der BesucherInnen nicht gerade ein Grossaufmarsch zu verzeichnen war.

Man stand im musikalischen Einklang
Mit der Armenischen Rapsodie op. 48 von Michail Ippolitow-Iwanow (1859 bis 1935) machten die MusikerInnen gleich deutlich, dass sie sich unter der Leitung von Anne-Cécile Gross als Orchester gefunden hatten. Es war wohltuend, mit welcher Leichtigkeit sie selbst die schwierigsten Passagen interpretierten. Damit nahmen sie das Publikum gleich von Beginn weg für sich ein. Auf Anhieb etwas eher gewöhnungsbedürftig war dann das Konzert in f-Moll op. 82 von Reinhold Glière (1875 bis 1956) für Koloratursopran und Orchester. Rosa Elvira Sierra stand aber mit ihrer klaren Stimme mit den MusikerInnen so harmonisch im Einklang, dass es ein wohltuendes Hörerlebnis wurde, zuhören zu dürfen. Den grossen Applaus verdankte dann Rosa Elvira Sierra mit dem bekannten «Cucurrucucu Paloma», sehr zur Freude des Publikums.
Mit dem 1. Satz aus der Symphonie Nr. 4 Dramatische in d-Moll von Anton Rubinstein (1829 bis 1894) forderte dann Anne-Cécile Gross das Orchester sehr heraus, denn dieses Werk verlangte von den MusikerInnen ein grosses Engagement und Können. Sie interpretierten aber das Werk auf einem hohen Niveau, so dass man den Eindruck bekam, als ob sie schon seit längerer Zeit miteinander konzertierten.

Ein Versprechen für die Zukunft
Anne-Cécile hat es verstanden die MusikerInnen bestens abzuholen, sie zu fordern und mit ihnen ein Orchester zu formen, das ein beeindruckendes Konzert bot. Das Akademie Orchester Boswil wäre in Ergänzung zum Jugendorchester Boswil eigentlich der ideale Übergang, wenn man auch nicht mehr ganz so jung in einem professionell geführten Orchester mitspielen möchte. Anne-Cécile Gross hat gemeinsam mit den MusikerInnen aufgezeigt, dass dies nicht nur einfach möglich ist, sondern einem Bedürfnis entspricht und letztlich nicht nur die MusikerInnen eine Bereicherung ist, sondern auch für die BesucherInnen.

Richard Wurz
8. Oktober 2018
Bilder: Richard Wurz

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