Kultur

Die Leidenschaft zur Blasmusik

Das ist «Musik» – Dirigent und Musiker Niki Wüthrich will mit dem «Swiss Symphonic Wind Orchestra» die schweizerische Blasmusik aufleben lassen.


home niki dirigentDie Idee schlummere schon lange in ihm, meint Niki Wüthrich im Gespräch, und jetzt habe er sie umsetzen können. Gemeinsam mit Katinka Kocher, Projektmanagement, und Stefan Ledergerber, Präsident, konnte er den Verein «Swiss Symphonic Wind Orchestra» ins Leben rufen. Die künstlerische Leitung obliegt Niki Wüthrich, unter anderem Dirigent der Stadtmusik Bremgarten. Das ambitionierte Ziel umschreibt er überzeugt kurz und bündig so: «Ich will die schweizerische sinfonische Blasmusikliteratur aus dem Schattendasein herausholen.» Mit Verlaub nachgefragt, ob das nicht eine etwas wahnwitzige Idee sei gerade in Pandemie-Zeiten ein Orchester zu gründen, meint er mit einem Lächeln: «Wir können klagen oder an die Zukunft glauben und die Musik wieder menschenrelevant machen.» Und er sei mehr als nur zuversichtlich, dass er gemeinsam mit dem Team und den bereits eingetroffenen Echos seitens der MusikerInnen das Projekt zur Freude der interessierten KonzertbesucherInnen auf die Bühne bringen werde.

Auf einem hohen Level angesetzt
Das Orchester werde rund fünfzig MusikerInnen umfassen, so Niki Wüthrich. Es sei ihm aber in der Zusammensetzung des Orchesters wichtig, dass sich Profis und ambitionierte AmateurmusikerInnen zu einer Einheit finden und so voneinander lernen und profitieren können. Da die Schweizer Musikliteratur im Zentrum des Projektes stehe, müssen die MusikerInnen auch einen Bezug zur Schweiz haben und möglichst aus allen Sprachregionen kommen, so Niki Wüthrich. Die führenden Positionen im Orchester werden von Profis besetzt, welche die Register leiten und ihr instrumentenspezifisches Wissen weitergeben können, betont er. «So kann das angestrebte musikalische Niveau erreicht werden und gleichzeitig entsteht ein Netzwerk über die Kantonsgrenzen hinaus.»

Der jetzigen Situation und der Zielsetzung des Vereins angepasst, sind auch die Anforderungen an die MusikerInnen auf einem anspruchsvollen Niveau angelegt. Sie müssen sich zu Hause in die Noten einlesen und die Werke einstudieren, denn die Tuttiproben finden erst in einer letzten intensiven Probephase im August, kurz vor den Konzerten im September statt. «Der Fokus wird in diesen Proben auf die Interpretation und die Ausarbeitung der Feinheiten der musikalischen Strukturen gelegt», betont Niki Wüthrich. Zur Aufführung gelangen unter anderem Werke von Stephan Jaeggi (1903 bis 1957) und Oliver Waespi (1971), so Niki Wüthrich. Der Höhepunkt werde aber sicher die Uraufführung eines Werks der Schweizer Komponistin Sandra Stadler (1989) sein.

«Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im September ein sinfonisches Blasmusikkonzert geben werden», hält Niki Wüthrich fest. Natürlich gebe es jetzt noch einiges zu tun in Bezug auf die Zusammensetzung des Orchesters, vor allem aber auch im finanziellen Bereich, so Niki Wüthrich, denn man wolle unter anderem die ProfimusikerInnen auch fair bezahlen können. Zum Schluss des Gesprächs betont er: «Dieses Projekt ist für mich eine Herzensangelegenheit und diese Leidenschaft will ich weitergeben.» Als weitere Spezialität kommt noch die Tatsache hinzu, dass das Orchester mit seinem ersten Konzert Gastrecht im Casino Bremgarten haben wird.

Richard Wurz
12. Februar 2021
Bilder: zVg

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