Und das noch

Wenn Covid-19 alltäglich wird

Die Politiker*innen und Wirtschaftsführer*innen tun so viel für das Volk, nun soll auch ihnen geholfen werden, damit sie nicht ruhig bleiben müssen.


fake 1Es wäre eine Unverschämtheit zu behaupten, dass die vom Volk gewählten Frauen und Männer in ihren staatspolitischen Funktionen nicht deren Anliegen, Sorgen, Nöten und Wünsche in den entscheidenden Gremien vertreten und sich für das Volk einsetzen – und natürlich auch die Wirtschaftsführer*innen und Verbands- und Gewerkschaftsvorsitzenden. Damit ist natürlich «ihr» Volk gemeint und das ist nicht ein einheitliches Volk. Wie sie damit fachkompetent umgehen, beweisen die Politiker*innen seit einem Jahr auf eine eindrückliche Art und Weise.

Je nach aktuellem Stand der Pandemie-Situation, der Parteizugehörigkeit, der Wirtschaftsinteressen und anstehenden Wahlen (wenn auch erst in naher oder ferner Zukunft) verkünden sie ihre Weisheiten mit dem Hinweis, dass dies so falsch sei und nur das andere richtig. Sie neigen dazu mehr Lockerung zu Gunsten von wem auch immer zu fordern und gleichzeitig mehr Sicherheit.

Nun gehe ich mit Verlaub davon aus, dass Sie nach diesen Zeilen so verwirrt sind, wie ich es seit Monaten immer wieder bin. Das beruht auf der Tatsache, dass einem deutlich gemacht wird, dass schon der richtige Weg eingeschlagen wurde und wird oder eben einfach dieser schlichtweg der falsche ist. Ich will mich in diese Diskussion nicht einmischen, erlaube mir aber, mich darüber zu sorgen, was ablaufen wird, wenn sich die Pandemie ein bisschen beruhigt hat und wir gelernt haben im Alltag dem Virus mit Vorsicht und Verstand zu begegnen.

Sorgen mache ich mir um die Politiker*innen, denn die «alten» Probleme, bereits vor der Pandemie aktuell, konnten sie elegant dank Covid-19 auf die Seite schieben, denn in Bezug auf den Virus hatten alle irgendetwas zu sagen und bekamen in der Öffentlichkeit ihren Platz. Wie wollen sie denn nach dem Covid-19 schimpfen, wen verunglimpfen, wie Parteistimmen holen, wie sich ins Rampenlicht stellen und kundtun, dass sie alles besser wissen als andere.

Es ist zu befürchten, dass sie wohl beim stetigen Versuch bleiben, klüger zu erscheinen, als es ihr Wissen zulässt – aber die Bevölkerung hat weiterhin ein offenes Ohr für ihre Vorschläge und Anliegen.

Richard Wurz
14. März 2021
Bild: Bettina Leemann

 

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