Kultur

Ein Festtag in der Manege

Zu einem «Jour de fête» lädt der Circus Monti das Publikum ein und nimmt dieses mit in acht unterschiedliche Bilder, die von buntem Jahrmarkt-Treiben erzählen.


monti 1Ein Riesenrad prägt das Bühnenbild der diesjährigen Saison im Circus-Monti. Wunderbar beleuchtet mit richtigen Glühbirnen, und mit Gondeln, die natürlich von den ArtistInnen in ihr buntes Treiben miteinbezogen werden. Es findet ein Jahrmarkt statt in der Manage des Zirkus. Dabei wird das Publikum mitgenommen auf die Achterbahn, das Karussell, aber auch zum Kegeln und zum Volkstanz, denn was das 14-köpfige Artistenensemble unter der Regie von Andreas Manz und Bernard Stöckli, der Choreographie von Colette Roy, der Musik von Thierry Epiney und den Kostümen von Olivia Grandy in die Manege zaubert, ist mehr als ein simpler Jahrmarkt ‒ es ist ein eigentliches Volksfest. Dieses bindet in den acht unterschiedlichen Bildern auch die verschiedensten Emotionen ein und nimmt damit das Publikum mit in einen überaus phantasievollen und manchmal sogar poetischen Abend.

Ein eigentliches Volksfest
Es sind die beiden komischen Figuren Vincent Jutras und Eline Guétat, welche durch den Abend führen und vor den Augen des Publikums die verschiedenen Bilder entstehen lassen. Für einmal wird im Programm von «Jour de fête» nämlich keine Geschichte erzählt, sondern eben typische Jahrmarktszenen in der Manege des Zirkus umgesetzt. Dies auf eine überaus liebevolle, manchmal komische, bunte und phantasievolle Weise. Manchmal aber auch nahezu poetisch und dann ist das Publikum mittendrin und fühlt sich wie ein Teil des Jahrmarktes. Sei dies bei der wunderbaren hochartistischen Roue-Cyr-Nummer, oder am atemberaubenden chinesischen Masten. Einmal mehr stehen in diesem Jahr auch wieder Mitglieder der Familie Muntwyler in der Manege. Das Diabolo-trio Tobias Muntwyler, Willem McGowan und Mario Muntwyler zaubern mit ihren schnellen Diabolos wunderbare Bilder in die Manege, beweisen ihr hohes Können und wissen das Publikum zu bezaubern und zu begeistern. Zirkusdirektor Johannes Muntwyler sorgt mit einer komischen Illusion für Erheiterung. Überaus überzeugend und liebevoll ausgeschaffen sind die zahlreichen Gruppennummern, in denen praktisch das gesamte Artistenensemble auftritt. Sei dies in einer Volkstanzszene oder bei der rasanten Fahrt in der Achterbahn. Aber auch die Jongliernummer ist überaus faszinierend und begeistert das Publikum zu Recht.

Mit «Jour de fête» ist dem Circus Monti ein überaus harmonisches Programm gelungen, das bestimmt nicht nur alleine bei der Premiere vor dem heimischen Publikum in Wohlen zu begeistern wusste und für stehende Ovationen sorgte. Es ist vielmehr ein Programm, das die ZuschauerInnen in eine wunderbare Welt der Artistik und der Leichtigkeit eintauchen lässt, ohne dabei ganz den Boden zu verlieren und damit eine Brücke entstehen lässt zwischen der Manege und dem Zuschauerraum, denn irgendwie ist man immer mittendrin im Geschehen.

Bettina Leemann
11. August 2019
Bilder: Bettina Leemann

Den Tourneeplan und weitere Informationen findet man unter www.circus-monti.ch/home

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