Und das noch

Schon satt?

Ta, ta, ta, taaa… ‒ Haben Sie das erkannt?


BeetihovenOder wie sieht es damit aus: «Freude schöner Götterfunken…» ‒ jetzt hat es aber sicher bei Ihnen auch gefunkt oder? Ja, ich spreche vom grossen musikalischen Geburtstagskind in diesem Jahr, von Ludwig van Beethoven, der in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag feiert oder feiern würde? Was ist denn nun korrekt.

Nun ja, Ludwig van Beethoven weilt schon lange nicht mehr unter uns. Er lebte von 1770 bis 1827 und war ein grossartiger Komponist, der uns unglaubliche Musik geschenkt hat. Und aus diesem Grund kann man wohl getrost behaupten, dass der gute Mann seinen 250. Geburtstag feiert ‒ denn Ludwig van Beethoven ist noch lange nicht tot. Dank seiner Musik lebt er weiter. In der Werbung, im Alltag, sogar in der Schule, so das oben genannte Rhythmusmotiv seiner Fünften Sinfonie auch Schicksalssinfonie genannt, oder der grosse Chor aus seiner Neunten Sinfonie ist eines jener wenigen musikalischen Motive, dem wohl jedes Kind in seiner schulischen Karriere einmal begegnet. Es ist ganz ohne Zweifel, dass Ludwig van Beethoven, gerade weil ihn das Schicksal so stark heimgesucht hatte, schliesslich war er am Ende seines Leben vollständig taub geworden, zu einem Symbol des ungebrochenen Willens wurde. Er hat seine Musik nicht mehr gehört und trotzdem grossartige Musik komponiert. Er konnte zwar seine Karriere als Pianist aufgrund seiner Taubheit vergessen, aber genau aus diesem Grunde wandte er sich intensiv der Komposition zu und erschuf dabei Werke, die der Menschheit auch heute noch viel bedeuten.

Trotzdem ist dieser 250. Geburtstag nicht nur ein Segen. Auf der ganzen Welt wird in diesem Jahr Ludwig van Beethoven in allen möglichen Varianten gespielt. Ob das nur gut ist? Nun ja spätestens nachdem ich an drei Abenden hintereinander die Neunte Sinfonie gehört habe, offenbart sich mir darin nicht mehr das Genie eines genialen Musikers, sondern irgendwann bin ich satt und mag den grossen Meister nicht mehr hören. Also nehmen Sie sich Zeit und planen Sie in diesem Jubiläumsjahr die Begegnungen mit Ludwig van Beethoven und seinem riesigen Schaffen ganz bewusst ein, aber haben Sie auch einmal den Mut, nein zu sagen und ein Konzert, gerade weil Ludwig van Beethoven auf dem Programm steht, nicht zu besuchen und sich dafür ein anderes auszusuchen. Denn nur wer sich rar macht, der bleibt interessant.

Bettina Leemann
15. Januar 2020
Bild: zVg

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